Mittwoch, 24. Juli 2013

Der Weg/ Die Wege und was zu Lesen

"Alle Wege führen nach Rom" ist eine traditionelle Redewendung, die im Deutschen seit etwa 1700 geläufig ist. Auch von Würzburg aus führen viele Wegen nach Rom. So ist es erstmal eine eigene Aufgabe den "richtigen" Weg für sich zu finden.
Ich habe mich letztendlich für VIER verschiedene Pilgerwege entschieden, die den EINEN Weg für mich bilden.
Von Würzburg bis Padua werde ich auf dem Abt-Albert-von-Stade-Weg gehen. Eine alte Pilgerstrecke aus dem Hochmittelalter, der von Abt Albert von Stade in seinen Annales Stadenses beschrieben wird.
Als nächstes geht es auf den Antoniusweg/Cammino di  Sant' Antonio, der mich von Padua über die Poebene nach Dovadola führen wird. Hier werde ich einem bedeutenden Mitbruder, dem Heiligen Antonius von Padua näher kommen können.
Der Franziskusweg/ Cammino di Assisi wird mich dann zur Geburtsstadt unseres Franziskanerordens leiten und die verschiedenen Orte streifen, an denen der Heilige Franziskus gewirkt hat.

Die letzte Etappe führt dann geradewegs in die Heilige Stadt auf der Via di Roma.

Zwei Bücher haben mir bei der Vorbereitung sehr geholfen:





Der Pilgerweg nach Rom: Auf der Brennerroute über Padua und Assisi. Ferdinand Treml 
Ein Pilgerführer, der Fußpilger über die alte Brennerroute bis zu den Gräbern der Apostelfürsten Petrus und Paulus in die heilige Stadt begleitet. Der Autor beschreibt zunächst den Abt-Albert-von-Stade-Weg von Innsbruck nach Padua, pilgert weiter am Antoniusweg (Cammino di Sant`Antonio) bis Dovadola in der Emilia Romagna, folgt den Spuren des heiligen Franz auf dem Franziskusweg (Cammino di Assisi) bis Assisi, um von dort am Romweg (Via di Roma) über Rieti bis zum Petersdom zu pilgern.


Der mittelalterliche Rompilgerweg: Unterwegs auf der Via Romea vom Thüringer Wald zu den Alpen; Jochen Heinke 

Der heutige Rompilgerweg, die Via Romea, ist ein Weg, an dem sich kulturhistorisch bedeutende Städte und Bauten sowie spirituelle Stätten „wie Perlen auf der Schnur reihen“. In diesem Buch wird der Abschnitt zwischen dem Thüringer Wald und den Alpen beschrieben. Es geht über den Thüringer Wald, durch die Rhön in das Fränkische Weinland, weiter entlang der Romantischen Straße zum Pfaffenwinkel und dem Werdenfelser Land in den Alpen und schließlich nach Innsbruck. 


Ein Weg, auf dem viele der herausragenden Sehenswürdigkeiten einst auch schon von den Pilgern des Mittelalters bestaunt worden sind. Eine knapp 20seitige Einleitung informiert die Pilger über die Entstehung der Rompilgerschaft, über die Pilgerrouten nach Rom sowie über die Reise Abt Alberts nach Rom im Jahre 1236. Am Ende der 28. Etappe in Innsbruck übergibt Jochen Heinke den Pilgerstab an den Autor des Buches „Der Pilgerweg nach Rom“, der die Anschlusswege von Innsbruck bis Rom beschreibt.